6. Langenberg Festival

Aus dem Flyer zum Programm:
„Inspiriert durch Beethovens Ideale bietet dasLangenberg-Festival eine Reflexion brennender und aktueller Themen. Die Leitmotive „Freiheit über alles lieben“, „Utopia“
und „Geschichte vom Soldaten“ bilden den Rahmen für Experimentelles und Traditionelles zwischen Kreutzersonate und Jonglage.
Insbesondere unter politischem, religiösem und humanistischem Aspekt wird dabei mit Musik, Theater, Tanz und Jonglage der Frage nachgegangen, was Freiheit und
Demokratie uns wert sind, was wir persönlich bereit sind für unsere Ideale zu investieren.
Was macht uns zum Menschen? In welcher Welt wollen wir leben? Und sind wir im blinden Glauben an die Utopie des Kapitalismus gar einen Pakt mit dem Teufel eingegangen?
Ich lade Sie ein, zu hören, zu erleben, mit uns zu diskutieren und vielleicht die eine oder andere Antwort auf diese Fragen zu finden.“

Nina Reddig (Gesamtleitung)

  • 3.9.20 / 19h
    Appetizer
    Offene Probe in lockerer Atmosphäre
  • 4.9.20 / 19h
    Freiheit über alles lieben Reddig/Liotis/Mendl
    Im Eröffnungskonzert wird in Texten und Musik die Frage nach persönlicher und gesellschaftlicher Freiheit gestellt – einem alles andere als selbstverständlichen Gut, für das etwa Schiller und Beethoven künstlerisch eintraten. Welchen Preis ist man persönlich bereit für seine Ideale zu bezahlen? Sind wir bereit füreinander einzustehen? Texte von Schiller (Die Bürgschaft) und dem bulgarischen Schriftsteller Radoj Ralin (Das Gedicht „Gebet“ über die Freiheit) werden dabei in Dialog mit Beethovens Kreutzersonate sowie Tschaikowskis „Valse sentimental“ treten.
  • 5.9.20 / 19h
    Utopia Overlach/Bürkle/Bollinger/Reddig Unter dem Titel „Utopia“ wird in einem experimentellen Konzertformat zwischen Klezmer, neuer Musik und Improvisation, Jonglage und Tanz die Sehnsucht nach dem gelobten Land, die Sehnsucht nach dem Weltfrieden thematisiert. Lassen Sie sich überraschen!
  • 6.9.20 / 11:30h
    Horizonte
    Künstlergespräch mit Musik Gedankenaustausch zu Themen des Festivals und darüber hinaus mit allen Künstlern. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen. Dazu werden Hans und Daniel Bollinger jiddische Freiheitslieder singen und spielen.
  • 6.9.20 / 19h
    Geschichte vom Soldaten
    Mendl/Reddig/Liotis/Bollinger Im Abschlusskonzert schließlich stehen die Kehrseite hehrer Ideale und der faustische Pakt mit dem Teufel im Vordergrund, wie er auch in Strawinskis „Geschichte vom Soldaten“ geschlossen wird. Das Werk bildet den Abschluß des Abends und wird in einer Triofassung mit Sprecher dargeboten. Zu Beginn wird „Erde“ (ein Gedicht von Nina Reddig) aus dem „Off“ erklingen und Mephisto im Saal erscheinen, während er beim „Prolog im Himmel“ aus Goethes „Faust“ mit Gott eine Konversation beginnt. Ein weiteres Hauptwerk des Abends bildet Beethovens als „Pathetique“ bekannte Klaviersonate, deren subjektive Bekenntnishaftigkeit im revolutionären Zeitalter Napoleons als Ausdruck individuellen Schmerzes wie auch als politisch zu deutendes Phänomen gesehen wurde.

Alle Veranstaltungen finden statt in der
Vereinigten Gesellschaft zu Velbert-Langenberg
Hauptstr. 84
42555 Velbert

Im Corona-Jahr ist aus hygienischen Gründen der Eintritt frei.
Sie haben nach den Konzerten die Möglichkeit, Ihre Wertschätzung mit finanziellen Mittel zu bezeugen.

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